Musikhören auf Youtube, Gigabytes an Sounds auf der Festplatte, Popstars im Fernsehen, Filesharing im Internet..was denkt eigentlich diejenige Generation, die bereits in eine digitale Welt hineingeboren wurde, die den Begriff Web 2.0 nicht versteht, weil sie Web 1.0 gar nicht kennt? Die sich selbstverständlich in immer vielfältigeren digitalen Räumen bewegt und für die der immaterielle Tonträger keine Bedrohung darstellt? Das Schülerprojekt der Hamburger Stiftung für Wirtschaftsethik diskurslernen 2011 verschaffte sich Einblick in diesen Themenfokus. Unter der Leitfrage „Musik im Web 2.0: als Privatgut schützen oder als Gemeingut stärken?“ beschäftigten sich fünf Schülergruppen aus Hamburg und Hannover vier Tage mit Veränderungen und Abläufen der Musikwirtschaft, dem Urheberrecht, neuen Geschäftsmodellen sowie CC-Lizenzen und Gedanken zu einer Kultur des Copyleft. Unter der Anleitung professioneller Teamer und nach Gesprächen mit unterschiedlichen Experten wurden die Konfliktfelder illegale Downloads, Remix-Culture und Künstlerarmut intensiv diskutiert und durchdacht. Als Ergebnis verfasste jede Gruppe ein umfangreiches Empfehlungsschreiben, das im Internet veröffentlicht ist. Eines dieser Voten an diejenigen heranzutragen, die tagtäglich mit den Herausforderungen von Musik im Kontext von Wirtschaft und Kultur agieren erscheint in jeder Hinsicht spannend! Stellvertretend für die diskurslernen-Experten werden Laura Trifunovic und Valentin Markmann aus Hamburg ihre Ergebnisse dem a2n_Publikum vorstellen und mit Artur Schock (Booker Audiolith) und Meik Michalke (Alternative Lizenzierung) diskutieren.

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Samstag 05.11.2011 | Kater Holzig | Galerie | 15:30 - 16:30
Next Generation: Musik im Web 2.0 – Eigentum oder Commons? Was Schüler bewegt 
//Votumsübergabe [deutsch]//

Moderation:
Christine Kolbe | Hamburger Stiftung für Wirtschaftsethik 

**Valentin Markmann
**Laura Trifunovic
beide: Sophie-Barat-Schule (Hamburg) |  diskurslernen 2011

Panelgäste:
**Artur Schock | Audiolith
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Voten diskurslernen 2011
„Musik im Web 2.0: als Privatgut schützen oder als Gemeingut stärken?

VOTUM ///Emilie Wüstenfeld Gymnasium | 24.10.2011 bis 28.10.2011
VOTUM ///Sophie-Barat Schule |18.10.2011 bis 21.10.2011
VOTUM ///IGS Mühlenberg | 21.06.2011 bis 24.06.2011
VOTUM ///Stadtteilschule Bergstedt | 14.06.2011 bis 17.06.2011
VOTUM ///Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium | 16.05.2011 bis 20.05.2011

Projektzeitungen diskurslernen 2011
talk&reflect FM – Hamburgs erstes Diskursradio
WOM – Wirtschaftsethisches Online Magazin | Emilie Wüstenfeld Gymnasium | 24.10.2011 bis 28.10.2011
I-mYOUsic@igsm | IGS Mühlenberg | 21.06.2011 bis 24.06.2011
Die 6 mit den 7 Fragen | Stadtteilschule Bergstedt | 14.06.2011 bis 17.06.2011
Copywrite 2.0 | Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium | 16.05.2011 bis 20.05.2011

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Mehr Infos zum Projektformat diskurslernen
http://www.diskurslernen-sozialethik.de

Hamburger Stiftung für Wirtschaftsethik
http://www.wertevolle-zukunft.de

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Laura Trifunovic, 16 Jahre alt  besuch zur Zeit das 1. Semester der Sophie-Barat-Schule in Hamburg. Sie ist Teilnehmerin im  Profil “Mensch und Verantwortung”.  Ihr  besonderes  Interesse an Musik zeigt sich unter anderem darin, dass sie selbst leidenschaftlich zwei Instrumente spielt. Für sie hat das diskurslerne Projekt vor allem   heraus gestellt, dass vor allem die Mehrheit der Jugendlichen sich nicht wirklich darüber Gedanken macht, was für Konsequenzen ein illegaler Download hat und inwiefern er strafrechtlich verfolgt wird.

Valentin Markmannjahrgang 1995 wohnt in Hamburg an der Alster. Der aktive Segler macht auch Kav Magra (einen israelischen Kampfsport), besucht die  Sophie Barat Schule und findet es gut, sich über Musikwirtschaft und -kultur die Köpfe heiß zu reden.

 

Artur Schock war mal Konzertveranstalter und ist jetzt Konzertvermittler. Inzwischen kontrolliert er mit Audiolith Booking das gesamte Live Geschäft der Stadt.

 

www.audiolith.net/booking

 

 

Meik Michalke ist Initiator des Open Music Contests und Vorsitzender des tragenden OMC e.V., einem Verein zu Förderung freier Kunst und Kultur. Inspiriert durch den Kollektivgeist freier Software zählte er zu den Early Adoptern freier Lizenzen für (Rock-)Musik und veröffentlichte Ende der 1990er mit der Independent-Band /’angstalt/ sein erstes Album frei im Internet. Der erste Open Music Contest bewirkte 2005 einen PR-schub für Creative Commons Lizenzen in Deutschland. Der OMC fand bisher vier mal statt und produzierte insgesmmt 11.000 CDs mit freier Musik, die kostenlos verteilt wurden. Seit Mai 2010 arbeitet Michalke maßgeblich an der Gründung einer eigenen Verwertungsgesellschaft für Creative-Commons-Musik mit.

 

Als Geisteswissenschaftlerin übernimmt Christine Kolbe seit einigen Jahren Konzeption, Leitung und Ausarbeitung verschiedener Diskursprojekte im Bereich der angewandten Ethik. Schwerpunkt bildet das Schülerformat diskurslernen, welches sie für das Deutsche Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE) entwickelte. In Kooperation mit der Hamburger Stiftung für Wirtschaftsethik konnte das Projekt 2007 auf sozialpolitische Fragen erweitert werden. Heute lebt und arbeitet Christine Kolbe als freischaffende Wissenschaftlerin (klugekonzeopte.de) in Berlin und ist mit ihrer Expertise zu Vermittlungserfordernissen, Formaten Methoden innerhalb ethischer Spannungsfelder auch beratend tätig. Die Auseinandersetzung mit den Netzwerkarchitekturen des Web 2.0 liegt ihr dabei besonder am Herzen. Sie engagierte sich bei Openeverything Berlin und ist Mitglied bei all2gethernow e.V.