Die Nutzung von Creative Commons – Lizenzen bei gleichzeitiger Mitgliedschaft in der GEMA schließen sich aus – ein großes Problem für viele Musiker in Deutschland, die gerne mit beiden Werkzeugen Erfahrungen sammeln würden. Die Debatte wird seit einigen Jahren geführt, aber in der Regel ohne die GEMA. Wir freuen uns daher, dass auf dem a2n_camp beide Seiten zusammen kommen, um einen öffentlichen Dialog darüber zu führen, wie man beide Welten miteinander verbinden kann.
Mit dabei ist Alexander Wolf, Syndicus der GEMA und Geschäftsführer der CELAS GmbH, einem Gemeinschaftsunternehmen der GEMA und ihrer englischen Schwestergesellschaft PRS for Music, das die europaweite Lizenzierung des anglo-amerikanischen mechanischen Repertoires von EMI Music Publishing im Bereich Online und Mobile Dienste umsetzt. Sein Statement zum Einstieg in die Debatte ist zumindest vielversprechend für eine mögliche Lösung: “Creative Commons ist immer wieder ein interessantes und wichtiges Thema. Daher freue mich auf eine angeregte Diskussion.”
Sein Mitdiskutant ist Meik Michalke. Er ist Initiator des Open Music Contests und Vorsitzender des tragenden OMC e.V., einem Verein zu Förderung freier Kunst und Kultur. Der erste Open Music Contest warb 2005 für Creative Commons Lizenzen, die gerade in einer ersten deutschen Fassung erschienen waren. Der OMC fand bisher vier Mal statt und produzierte insgesamt 11.000 CDs mit freier Musik, die kostenlos verteilt wurden. Im Mai 2010 regte Michalke die Gründung einer eigenen Verwertungsgesellschaft für Creative-Commons-Musik an. Sein Stament ist: “Ich möchte das Konzept der CC-Lizenzen verständlich machen, damit jede/r selbst entscheiden kann, ob ihr Einsatz sinnvoll ist: Wo kommen sie her, wozu sind sie gut, wie wendet man sie an, welche Vor- und Nachteile sind damit verbunden?”
Die Diskussion “GEMA oder Creative Commons: Was ist für mich am besten?” findet am Montag, den 6. September zwischen 19:30 – 21:00 im Raum R 7 in der Kulturbrauerei (NBI) statt.



